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24.05.2026, 23.35 - 01.33 Uhr | Das Erste

Der Fuchs

Spielfilm Österreich/Deutschland 2022
KinoFestival im Ersten

  • Stereo
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Franz wächst in den 1920er und 1930er Jahren als Sohn eines Pinzgauer Bergbauern auf. Einen Großteil seiner entbehrungsreichen Kindheit muss er als Hütekind auf einem fremden Bauernhof verbringen. Er verpflichtet sich als Soldat und wird nach dem "Anschluss" als österreichischer Kurierfahrer für die Truppen in Nazideutschland eingesetzt. Als er in einem Wald neben seiner Kaserne einen verwaisten Fuchs findet, nimmt er ihn auf. Es entwickelt sich eine außergewöhnliche Bindung, die ihn auch den Menschen wieder näherbringt. Und doch wird der Krieg Spuren hinterlassen.

Saalfelden im österreichischen Pinzgau, 1927: Der achtjährige Franz Streitberger wächst als eines von neun Kindern einer armen Bauernfamilie auf. Als die Not zu groß wird, fassen die Eltern einen harten Entschluss: Franz wird vom Vater als sogenanntes Hütekind zu einem anderen Bauern gegeben, um als Knecht zu dienen. Dort muss er zwar harte körperliche Arbeit verrichten, bekommt aber genügend zu essen und darf die Schule besuchen. Dass er von seiner Familie weggegeben wurde, kann der Junge weder verstehen noch verarbeiten. Dieses Trauma prägt sein gesamtes Aufwachsen.

Endlich volljährig, verlässt Franz den Bauernhof, doch in der schwierigen wirtschaftlichen Situation scheint es unmöglich, Arbeit zu finden. Er beschließt, sich für drei Jahre als Soldat zu verpflichten. Seine Kameraden könnten für Franz eine neue Ersatzfamilie sein, doch die traumatischen Erlebnisse seiner Kindheit haben ihn emotional abgestumpft. Ihm fällt es schwer, sich anderen gegenüber zu öffnen und zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen.

1940 wird die Kampfgruppe von Franz im Frankreichfeldzug als Motorradkuriere eingesetzt. Doch bevor sie auf ihre Mission starten, findet der junge Österreicher im Wald bei der Kaserne einen verletzten jungen Fuchs, der seine Mutter verloren hat. Franz nimmt sich des hilflosen Wesens an und verspricht, selbst in den furchtbarsten Kriegssituationen immer auf es aufzupassen. Durch die ungewöhnliche Freundschaft lernt Franz, sein Kindheitstrauma hinter sich zu lassen und sich Menschen wieder zuzuwenden. Doch der Krieg macht das Zusammenbleiben der beiden immer unmöglicher. Nach „Die beste aller Welten“ thematisiert Regisseur Adrian Goiginger mit „Der Fuchs“ erneut ein Stück Familiengeschichte: Der Film basiert auf den Erzählungen seines Urgroßvaters Franz Streitberger (1917-2017), der von seiner armen Bauernfamilie weggegeben wurde. Gedreht wurde mit sechs echten Füchsen, die am Set von Tiertrainerinnen betreut wurden. „Der Fuchs“ gewann 2023 den österreichischen Filmpreis Romy für den besten Film und die beste Kamera sowie 2024 den Deutschen Filmpreis in Silber. Hauptdarsteller Simon Morzé wurde mit dem Deutschen Filmpreis für die beste männliche Hauptrolle ausgezeichnet.

Franz Streitberger (Simon Morzé)
Anton Dillinger (Marko Kerezovic)
Mechaniker Leo (Joseph Stoisits)
Unteroffizier Jokesch (Pit Bukowski)
Kradmelder Decker (Maximilian Echtinger)
Sanitäter Maier (Joshua Bader)
Kradmelder Mitteregger (Stanislaus Steinbichler)
Oberfeldwebel Glück (Alexander Beyer)
Josef Streitberger (Karl Markovics)
Marie (Adriane Grzadziel)
Franz Streitberger (als Kind) (Maximilian Reinwald)
Ferdi Streitberger (Christian Junghuber)
Liesl Streitberger (Karola Maria Niederhuber)
Obergefreiter Wachsoldat (Gerrit Klein)