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26.07.2026, 20.15 - 21.45 Uhr | WDR Fernsehen

Wunderschön! Menorca - Unterwegs auf dem Camí de Cavalls

mit André Gatzke
Ein Film von Michael Wieseler
Wiederholung: 02.08. 04.20 Uhr

André Gatzke, Tamina Kallert, Judith Rakers und Ramon Babazadeh sind vor einem karibischen Strand platziert.

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Die Baleareninsel Menorca steckt voller Überraschungen. Der Camí de Cavalls (Pferdeweg) war früher ein Kontrollpfad für die spanischen Soldaten, heute ist er einer der spektakulärsten Küstenwanderwege Europas. André Gatzke entdeckt Steinbrüche, die sich zu atemberaubenden Kunst-Labyrinthen verwandelt haben. Er macht sich auf die Suche nach traumhaften Badebuchten - die liegen fast alle versteckt am Camí de Cavalls. In der Mitte der Insel thront der höchste Berg, der Monte Toro, und die Hauptstadt Mahón im Osten und das schöne Ciutadella im Westen könnten kaum unterschiedlicher sein. Es gibt Steineschleuderer, eine Felsendisco - und natürlich den Stolz der Insel: die eigene Pferderasse. Die können sogar auf zwei Beinen gehen - und zeigen das an besonderen Feiertagen.

Der größte Naturhafen Europas
Der Hafen von Mahón ist riesig. Fünfeinhalb Kilometer zieht er sich vom Südosten hinein in die Bucht, und am Ende liegt Mahón, die Hauptstadt der Insel. Sie wurde vor 300 Jahren von den damaligen britischen Besatzer aus strategischen Gründen zur neuen Hauptstadt gemacht. Im riesigen Hafen konnte ihre Mittelmeerflotte bequem ankern. Der britische Einfluss dieser Zeit ist bis heute zu spüren: Menorca hat seinen eigenen Gin, und die Häuser in Mahón erinnern mit ihren buntglasigen Erkern und Schiebefenstern gerne mal an britische Großstädte. Die Franzosen haben hier übrigens auch mal geherrscht - so ist in Mahón ein wirklich wunderbarer Stilmix zu bewundern.

Die Insel der sieben Leuchttürme
Sieben Türme, sieben Charaktere: abweisend, einladend, charmant, sehnsüchtig, geheim, wild, unwirklich schön. Und jeder hat seine eigene Geschichte: So wurde der Turm am Punta Nati gebaut, nachdem ein Schiff mit 130 Passagieren an Bord an der Felsküste im Nordwesten zerschellt war, während der Far d'Artrutx mit seinem Partyrestaurant bis heute hinaus ins Meer ruft: Kommt vorbei! Von hier aus kann man bei gutem Wetter sogar die Ostspitze Mallorcas entdecken.
Der Camí de Cavalls führt an sechs der sieben Türme vorbei. Der siebte am Hafeneingang von Mahón steht im militärischen Sperrgebiet.

Der Stein der Insel
Marés heißt der Kalkstein, aus dem seit Jahrhunderten die meisten Häuser auf Menorca (und anderen Baleareninseln) gebaut werden. Ein heller, manchmal ockerfarbener Stein, der bis 1994 auch im Steinbruch Pedreres de s'Hostal nahe Ciutadella abgebaut wurde. Nach Schließung des Bruchs blieben riesige, fast surreale Krater im Boden zurück. Aus diesen Löchern ist inzwischen ein einzigartiger Mix aus Labyrinthen, Gartenlandschaften, Felsräumen und Bildhauerateliers geworden. André Gatzke erkundet die Anlage mit Gründerin Laetitia Lara, entdeckt die Schönheit von Fräskanten - und verläuft sich hoffentlich nicht zu sehr im steinernen Irrgarten.